13.04.2007: VeriSign – Preiserhöhung für .com- und .net-Domains

VeriSign – Preiserhöhung für .com- und .net-Domains

Ab Oktober erhöht die Registry VeriSign die Registrierungsgebühren für .com- und .net-Domains. Das Unternehmen kassiert dann für eine .com-Domain laut Mitteilung jährlich 6,42 statt bisher 6 US-Dollar und für eine .net-Domain 3,85 statt 3,50 Dollar. Dies macht bei der Gesamtzahl der eingetragenen Domains – 65 Millionen .com und über 9 Millionen .net-Adressen –  über 32 Millionen Dollar jährliche Mehreinnahmen. Dagegen, dass VeriSign künftig den Registry-Preis selber bestimmen kann, hatten die Registraturunternehmen protestiert. Denn diese müssen nun entscheiden, ob sie die neuen Preise an ihre Kunden weitergeben. Auf den Deal hatte sich die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) eingelassen, um damit juristische Streitigkeiten mit VeriSign beilegen zu können.In seiner Mitteilung verweist VeriSing auf die wachsenden Anforderungen an die Registry. Von 1 Milliarde am Tag im Jahr 2000 sei die Zahl der Abfragen bei der Registry auf 30 Milliarden heutzutage angewachsen, und der Datenverkehr werde weiter zunehmen. Das System werde zudem kontinuierlich gegen Attacken gehärtet, schreibt VeriSign. Seit 2000 hätten diese um 700 Prozent zugenommen. VeriSign verweist in diesem Zusammenhang auch auf das im vergangenen Jahr angekündigte Projekt Titan - dieses soll dafür sorgen, dass künftig 4 Billionen Anfragen pro Tag von der Registry verarbeitet werden können.Dass VeriSign Preiserhöhungen ohne Nachweis steigender Kosten gestattet wurden, wurde von den großen wie auch kleinen Registraren nicht gut aufgenommen. Nach Ansicht von Beobachtern Dabei liegen die Gestehungskosten für die .com-Domains allenfalls im Cent-Bereich. VeriSign kann bei diesen Domains bis zu 7 Prozent jährlich mehr verlangen, allerdings muss das Unternehmen in zwei von sechs Jahren auf Preiserhöhungen verzichten. Der Preis wurde bei .net sogar komplett freigegeben. Allenfalls bei den vorsichtigen Einschränkungen für .com spielte die Tatsache, dass jede Registry als Monopol für den jeweiligen Adressraum fungiert, noch eine gewisse Rolle. Dagegen hatten einzelne ICANN-Direktoren argumentiert, da ja ein Wettbewerb zwischen den verschiedenen Adressbereichen bestehe.