21.06.2007: Microsoft reagiert auf Beschwerde von Google

Microsoft reagiert auf Beschwerde von Google

Auf eine Beschwerde von Google hat nun der in den USA ständig unter Wettbewerbsaufsicht stehende Softwareriese Microsoft reagiert. Microsoft habe im Vorlauf zu der in der kommenden Woche anstehenden Anhörung vor Richterin Colleen Kollar-Kotelly, die die Einhaltung der 2002 vereinbarten Kartellauflagen in den USA begleitet, eingewilligt, sein Betriebssystem Windows Vista zu modifizieren.In der Beta des Service Pack 1, für die noch kein Termin feststeht, sollen Änderungen enthalten sein, durch die konkurrierende Desktop-Suchprogramme besser auf Vista laufen – dies geht aus dem jüngsten Statusbericht des US-Justizministeriums hervor. Beim US-Justizministerium hatte sich der Suchmaschinenhersteller Google darüber beschwert, dass Vistas eigene Desktop-Indexierung nicht einfach genug auszuschalten sei. Das Betriebssystem werde gebremst, wenn Google Desktop und die Vista-Suche gleichzeitig liefen.Microsofts neue Suchfunktion wurde von Google als "Middleware" reklamiert, die unter die Bestimmungen der Kartellauflagen falle. Microsoft und das Technical Committee, das zur Überwachung der Auflagen aus der Einigung im Kartellverfahren gebildet wurde, habe daraufhin Änderungen ausgearbeitet. Nun wurde sich zwischen dem Softwarekonzern und den Kartellwächtern darauf geeinigt, dass in Vista eine Funktion eingebaut wird, durch die Endnutzer und OEMs ihr Standard-Desktop-Suchprogramm frei auswählen können.Die Nutzer sollen außerdem auch die Möglichkeit haben, über einen Link zum Sucheingabefeld des Explorer das Suchprogramm wechseln zu können.Microsoft soll des weiteren unabhängige Softwareanbieter über die Funktionsweise der Hintergrundindexierung informieren, so dass deren Produkte optimiert und der Einfluss auf die Leistung des Betriebssystems minimiert werden kann.