26.06.2007: FON – Verärgerung unter den Nutzern

FON – Verärgerung unter den Nutzern

In der WLAN-Community FON stellen die aktiven Mitglieder anderen ihre DSL-Verbindung kostenlos oder auch gegen Entgelt per Funk zur Verfügung - sofern die Gäste eine FON-Kennung haben. FON lässt im Rahmen einer Werbeaktion jedoch auch Fremde ohne ordentliche Anmeldung und damit im Grunde anonym auf die FON-Hotspots – worüber die privaten Betreiber  natürlich nicht sonderlich erfreut sind.Laut FON-Blog und Diskussionen im offiziellen FON-Forum gibt es auf den Startseiten der FON-Hotspots seit einigen Tagen eine Werbeaktion zu sehen, bei denen Fremde nach Angabe einer E-Mail-Adresse und dem Betrachten eines 30-sekündigen Werbevideos 15 Minuten Zugang zum Internet per FON-Hotspot erhalten -  erst danach muss gezahlt werden, wenn man länger surfen will – theoretisch.Praktisch jedoch sei es ohne Probleme möglich, sich mehr zu ergaunern – denn manche Interessenten melden sich mehrmals hintereinander mit falscher E-Mail-Adresse sowie wechselnder MAC-Adresse an, worauf dann der Zugang erneut gewährt wird. Es soll zuvor sogar gereicht haben, einen von FON gesetzten Cookie wieder zu löschen, um erneut Zugang zu erhalten – dieses Problem soll mittlerweile  aber beseitigt worden sein. Die Kritik an der "WifiAds"-Werbeaktion fällt im offiziellen, englischsprachigen FON-Forum sowie etwa auch dem deutschsprachigen FONboard.de recht deutlich aus, da sich die Nutzer sorgen, dass ihre FON-Hotspots von Dritten missbraucht werden. Im offiziellen FON-Blog berichtete zumindest schon ein Nutzer von automatisierten anonymen Anmeldungen über seinen Hotspot mit offensichtlich automatisch generierten Benutzernamen (sinnlose Buchstaben-Ziffern-Kombination mit 16 Stellen).Einige FON-Nutzer fordern nun seit Tagen, dass FON dieses potenzielle Sicherheitproblem beseitigen bzw. die "WifiAds" bis zur Klärung ganz abschalten sollten. Die Mitglieder der FON-Gemeinschaft haben neben den Diskussionen im Forum, Erfahrungsberichten in Blogs und dem Abschalten bzw. Deaktivieren der FON-Hotspots auch noch eine andere Art des Protests gefunden, indem sie  ihre FON-Hotspots in der offiziellen Standortkarte in einen See verschieben, der in der Nähe des spanischen FON-Hauptquartiers liegt. Die Kritik aus der Nutzergemeinschaft wird von FON derzeit laut eines im FON-Forum aktiven Kundendienstmitarbeiters wahrgenommen, eine Reaktion steht jedoch noch aus.