Master of Magic
Master of Magic war das allererste Spiel auf CD-Rom, das ich mir gekauft habe. Sogar noch bevor ich ein CD-Romlaufwerk hatte. Das spricht wohl dafür, wie scharf ich auf dieses
Spiel war. Ich habe die Anleitung und das Zauberbuch von vorne bis hinten durchgelesen, verträumt auf die Rückseite der Box gestarrt und mir vorgestellt, wie es sei, das Spiel zu
zocken. Das klingt jetzt vielleicht lächerlich und wahrscheinlich war es das auch damals. Aber egal, als ich dann endlich einen Computer mit CD-Romlaufwerk hatte, wurde ich von
diesem Spiel nicht enttäuscht. Ich habe es monatelang immer wieder gespielt und war verzaubert, und nun, viele Jahre später werdet ihr es sicher auch sein. Und hier sind die
Gründe dafür.
Master of Magic spielt sich wie eine Kreuzung von Civilization und Heroes of Might and Magic. Ihr seid ein Zauberer, der einer der vielen Rassen angehört und müsst Städte bauen
und Armeen zusammenstellen, um bis zu vier feindliche Zauberer im Kampf zu besiegen, damit ihr uneingeschränkt über die beiden Ebenen der Welt herrschen könnt. Jede Rasse hat
spezielle Einheiten und ist mehr oder weniger fähig, all die verschiedenen Gebäude zu bauen, die es gibt. Ihr könnt im Verlauf des Spiels so viele Rassen, wie ihr wollt in eurem
Reich beherbergen, aber anfangs habt ihr nur eine. Es hängt von eurer Art zu Spielen ab, welche Rasse ihr auswählt. Manche Rassen können schon früh gute Einheiten erstellen, aber
sind dafür in ihrer Auswahl an Gebäuden sehr beschränkt und können darüber hinaus keine der überragenden Einheiten haben (wie die Gnolle). Andere fangen eher langsam an, mit
einfachen und schwachen Einheiten, aber wenn ihre Städte sich erstmal entwickelt haben, beherrschen deren Einheiten das Schlachtfeld (Menschen und Elfen).
Dieses Spiel beginnt mit Abläufen, die Civilization ähneln. Ihr habt nur ein Dorf und zwei Armeen, wenn das Spiel anfängt und ihr beginnt, von dort aus die Welt auszukundschaften
und euer Reich zu erweitern. Eure Siedlung muß wachsen und dazu müßt ihr Nahrung produzieren. Ihr könnt Gebäude errichten, die Nahrung oder Güter herstellen und Schreine und
Tempel tragen dazu bei, eure Bevölkerung zufrieden zu halten, damit sie nicht revoltiert. Klingt bekannt? Klar, genauso läuft Civilization auch ab. Auf der Landkarte könnt ihr
Straßen errichten, um eure Armeen schneller vorankommen zu lassen und Siedler werden ausgeschickt, um neue Außenposten für eure Städte zu gründen. Aber Master of Magic ist viel
mehr als nur ein Civilization-Klon.
Anstatt nach neuen Technologien zu forschen, entwickelt ihr Zaubersprüche, und diese verleihen der Spielerfahrung eine völlig neue Dimension. Die Zaubersprüche beeinflussen
nämlich eine Menge Dinge im Spielgeschehen. Sie beschleunigen eure Schiffe, stärken eure Truppen, können Berge wachsen lassen oder sogar die Zeit anhalten. Natürlich könnt ihr
auch viele magische Kreaturen beschwören, die in euren Armeen kämpfen. Der Umfang an Sprüchen ist durch zwei Elemente beschränkt. Zuerst muß genügend Mana vorhanden sein, um
bestimmte Sprüche zu benutzen. Mana ist wie magisches Geld, das ihr durch eure Tempel und von magischen Knoten, die ihr öffnet, erhaltet. Der zweite Faktor ist eure Fähigkeit zu
zaubern. Sie bestimmt den Umfang an Mana, der euch in jeder Runde verfügbar ist. Beide Werte steigen mit der Zeit, und je weiter ihr im Spiel kommt, desto mächtiger werden die
Einsatzmöglichkeiten eurer Zauber.
Die Kämpfe werden auf einer taktischen Karte ausgeführt. Die Spieler führen ihre Einheiten und zaubern rundenweise. Dies ist gegenüber dem gewinne-oder-verlier-alles Ansatz von
Civilization ein großer Fortschritt. Einheiten können Schaden nehmen und trotzdem überleben. Ihr könnt euch sogar zurückziehen, wenn die Dinge schlecht für euch stehen, könntet
dafür aber mit einigen verlorenen Einheiten und Einbußen im Ansehen bezahlen.
Eine weitere Eigenschaft, die es in Civilization nicht gibt (aber in Heroes of Might and Magic) sind die Helden. Diese werden immer wieder auftauchen und euch ihre Dienste
anbieten. Es sind lächerliche, schwertschwingende Idioten dabei und die Auswahl reicht bishin zu absoluten Champions, die auf eigene Faust ganze Armeen auslöschen können. Je
besser euer Ruf wird, desto fähigere Helden wollen sich euch anschließen. Aber auch der mächtigste Held sollte vorsichtig sein. Sie steigen auf Levelstufen auf, wenn sie
Erfahrungen sammeln. Mit steigender Stufe wächst auch die Effektivität ihrer Fertigkeiten und ihre Anzahl an Hitpoints. Manche können selbst zaubern, andere konzentrieren sich
eher auf physische Gewalt. Während euren Erkundungen werdet ihr in der Welt magische Gegenstände finden, die eure Helden sogar noch stärker machen. Später im Spiel können sie also
sehr mächtig werden, bis ihnen keine Armee mehr zu Leibe rücken kann.
Das bringt mich auf eine der Schwachstellen des Spiels, die Ausgewogenheit. Nicht nur die Helden können unglaublich mächtig werden. Das könnte jedoch auch als legitime Eigenschaft
des Spiels ausgelegt werden. Auch eine bestimmte Einheit ist bei weitem zu mächtig. Die Paladine, eine Einheit der Menschen, kann mit allem und jedem, sogar mit den Helden den
Boden wischen. Es dauert lange, bis die Menschen diese Einheit erstellen können, und ihre anderen Einheiten sind nicht besonders wirkungsvoll. Wenn aber die Paladine erst einmal
ins Spiel kommen, wird derjenige der sie führt, jeden Kampf einfach gewinnen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die schwache KI. Der Computer tut sich schwer, seine Bereiche und Armeen gut zu verwalten. Oft kann eine einzige, gut gerüstete Armee ein ganzes Reich
auslöschen. Zum Glück gibt es einen Mehrspielermodus, in dem man gegen jemand spielen kann, der mehr Herausforderung bietet – wenn ihr jemanden findet, der bereit ist, dieses alte
Spiel gegen euch zu zocken.
Die Grafik ist besser, als die von Civilization, aber immer noch nicht so gut, wie in vielen anderen Spielen. Die Wasseranimationen und animierten Einheiten sind durchaus
annehmbar. Die verschiedenen Statistiken, die man über F aufrufen kann, geben nur wenig interessante Randinformationen preis, stören aber auch nicht wirklich. Man kann sie außer
Acht lassen. Das allgemeine Layout der Bildschirms ist altbacken, aber alles wichtige ist enthalte
| Version | n/a |
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| Sprache |
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| Betriebssystem | Windows 9x / Windows NT / Windows .XP | |||||||||||
| Lizenztyp | Freeware | |||||||||||
| Größe |
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| Herstellerurl | Link | |||||||||||
| Zugewiesene Tags | Spiele | |||||||||||
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